Das Jugendfriedensnetzwerk in der Region der Großen Seen (RPJ-GL), unterstützt von der Folke Bernadotte Akademie (FBA), dem Land Baden-Württemberg, den Diözesen Freiburg und Rottenburg-Stuttgart sowie dem Life and Peace Institute, veranstaltete am 7. Oktober 2025 die Abschlusszeremonie des 3. „Jugend für den Frieden“Symposiums im Rahmen des vom UNDP und der britischen Botschaft in der Demokratischen Republik Kongo geförderten Projekts „Friedensförderung und grenzüberschreitende Resilienz in der Region der Großen Seen“.
Zwei Tage lang trafen sich 74 Teilnehmer junge Führungskräfte aus Ruanda, Burundi und der Demokratischen Republik Kongo, Wissenschaftler sowie technische und finanzielle Partner in Kigali, um über Fragen von Frieden, Sicherheit und Entwicklung in der Subregion zu diskutieren.
Erfahrungsaustausch und gemeinsames Engagement
Hauptziel des Symposiums war der Aufbau von Kompetenzen junger Menschen durch Erfahrungsaustausch, die Förderung bewährter Friedenspraktiken und gegenseitiges Lernen. Die Teilnehmer evaluierten die gemeinsamen Maßnahmen des letzten Symposiums in Bukavu im Jahr 2024 und planten die nächsten Schritte bis 2029, insbesondere im Bereich der Aktionsforschung unter der Leitung der Universität Freiburg (Caritas Studies).
Das Symposium legte zudem den Grundstein für eine Zusammenarbeit zwischen der RPJ-GL und zivilgesellschaftlichen Organisationen, die sich in der Friedensförderung engagieren, wie der Community of Practices on Peacebuilding (Life and Peace Institute in der Demokratischen Republik Kongo) und dem Afrikanischen Netzwerk für Frieden, Versöhnung und nachhaltige Entwicklung (RAPRED-Girubuntu) mit Sitz in Deutschland.
Hoffnungsvolle Zeugnisse
Die jungen Teilnehmer äußerten ihre Zufriedenheit und ihren Wunsch, ihre Bemühungen zur Wiederherstellung des Friedens in der Region zu bündeln.
Itetekane Imbonera aus Burundi:
„Zwei Tage, um über Frieden zu sprechen, bedeuten mir sehr viel. Ich schätze diese Initiative; wir haben viel über die Jugend, Friedens und Sicherheitsagenda gelernt.“
Providence Iradukunda, ein junger Mensch aus Ruanda, betonte die Bedeutung des Symposiums für das Zusammenleben:
„Dieses Symposium war sehr wichtig für uns. Ich bin sehr zufrieden mit der Zeit, die wir zusammen verbracht haben.“
Annie Binja aus der Demokratischen Republik Kongo lobte die Widerstandsfähigkeit junger Menschen angesichts regionaler Herausforderungen:
„Dass junge Menschen zusammenkommen und gemeinsam über Perspektiven und mögliche Lösungen nachdenken, ist bereits ein Weg zu dauerhaftem Frieden.“
Verpflichtungen für dauerhaften Frieden
Zu den am Ende der Konferenz eingegangenen Verpflichtungen gehörten:
– Aufbau eines Netzwerks für Kommunikation, Zusammenarbeit und Schulung zwischen Jugendorganisationen in Burundi, der Demokratischen Republik Kongo und Ruanda.
-Kapazitätsaufbau in der Friedensförderung.
Die Umsetzung eines Fahrplans zur Förderung langfristiger Friedensinitiativen, insbesondere durch Unternehmertum und wirtschaftliche Chancen.
Die Teilnehmer äußerten sich besorgt über die aktuelle Lage in der Region der Großen Seen und bekräftigten ihre Bereitschaft, sich aktiv an Friedensprozessen zu beteiligen. Die Behörden wurden aufgefordert, die Nationalen Aktionspläne wirksam umzusetzen, um die Einbeziehung junger Menschen in die Friedens, Sicherheits- und Entwicklungspolitik zu stärken.
Das Symposium endete mit der Pflanzung eines Friedensbaums, einem Symbol für Einheit, Zusammenhalt und friedliches Zusammenleben der Völker der Subregion.
Mitterrand Rukozo

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